Bahnhöfe Italiens

„Bella Italia“ sagt der deutsche Italien-Urlauber gerne und das wird in diesem vielfältigen Land auch bestätigt. Von den Bergen der Alpen bis zur Asylsucher-Insel Lampedusa im tiefen Süden reicht das Land von Berlusconi und Ferrari. Lange Eisenbahnstrecken mit zahlreichen Bahnhöfen durchziehen das Land.
Die Gesamtlänge des Schienennetzes betrug im Jahr 2009 16.530 km, von denen etwa zwei Drittel elektrifiziert war. Die Staatsbahn Ferrovie dello Stato Italiane(FS) betreibt auch die FS-Tochtergesellschaft Trenitalia.

Bologna – Bronté – Ferrara – Florenz – Massalombarda – Padua – Rom – Stresa – Triest Udine Venedig

Bologna Hauptbahnhof

Hbf Bologna, 2017
Hbf Bologna, 2017

Die Stadt ist Hauptstadt der Provinz Emilia Romagna mit großer Universität. Hier entstand 1088 die erste Universität Eiuropas. Heute zählt sie rund 80.000 Studenten. Auch hier gibt es schiefe Türme in der Altstadt. Dies sind zwei der vielen übriggebliebenen Geschlechtertürme. Der Bahnhof ist ein Verkehrsknotenpunkt und somit viel besucht.

Due Torre, Bologna, 2017

Bahnhof Bronté

Bhf Bronté, 2014
Bhf Bronté, 2014, © C. Thielecke

Dies ist die Zufahrt zum Ätna. Direkt am Westhang des berühmten Vulkans auf Sizilien gelegen, ist der Ort Ziel vieler Touristen.

Ätna

Bahnhof Ferrara

Hbf Ferrara, 2017
Hbf Ferrara, 2017

Stadt in der östlichen Teil der Po-Ebene, Provinz Emilia Romagna. Das Castello Estense, der für die Familie Este im 14-15. Jhdt errichtet wurde diente den Herzögen als Residenz. Im historischen Stadtzentrum befindet sich die gotische ? Kathedrale San giorgio. Die Stadt gehörte bis zur Gründung des Königreichs Italien zum Kirchenstaat.
Der Bahnhof von Ferrara wurde nach dem 2. Weltkrieg errichtet oder zumindest grundlegend umgebaut. Aufgrund des hohen Radverkehrsanteils gilt Ferrara als Fahrradstadt.

Florenz Hauptbahnhof

Hbf Florenz, 2017
Hbf Florenz, 2017, © Fotos: Y. Kim

Florenz ist Hauptstadt sowie größte Stadt der Toskana. Als Zentrum des mittelalterlichen europäischen Handels- und Finanzwesens war es eine der reichsten Städte des 15. und 16. Jahrhunderts. Florenz gilt als die Wiege der Renaissance. Die historische Innenstadt wurde von der UNESCO im Jahre 1982 zum Weltkulturerbe erklärt.
Der Kopfbahnhof Firenze Santa Maria Novella (kurz Firenze SMN) ist der Hauptbahnhof von Florenz, benannt nach der Kirche Santa Maria Novella. Das Gebäude, das als herausragendes Beispiel moderner Architektur seiner Zeit gilt, wurde 1932 von der Architektengruppe Gruppo Toscano (Toskaner Gruppe) entworfen, der auch Giovanni Michelucci und Italo Gamberini angehörten. Gebaut wurde der neue Bahnhof zwischen 1932 und 1934.

Hbf Florenz innen, 2017
Hbf Florenz, Innenhalle, 2017

Bahnhof Massalombarda

Bhf Massalombarda, 2017
Bhf Massalombarda, 2017

Massa Lombarda ist eine Gemeinde in der Provinz Ravenna in der italienischen Region Emilia-Romagna.

Bahnhof Padua

Hbf Padua, 2010
Padua, 2010, © J. Krabbe

Padua ist eine der ältesten Städte in Italien. Im 4. Jahrhundert v. Chr. wurde am Fluss Bacchiglione ein Fischerdorf gegründet. Nach der Sage wurde es jedoch schon von dem Trojaner Antenor um 1184 v. Chr. gegründet. Schnell entwickelte sich die Region zu einem wichtigen Zentrum der Veneter. 302 v. Chr. schlug die paduanische Armee den spartanischen König Kleonymos zurück.
Padua wurde im 2. Weltkrieg mehrmals von alliierten Flugzeugen bombardiert. Am schwersten wurden der Bahnhof sowie der im Norden gelegene Stadtteil Arcella getroffen.

Rom Statione Termini

Hbf Rom, 2017
Hbf Rom, 2017, © Y. Kim

Rom ist die Hauptstadt Italiens und mit 3 Mill Einwohnern auch die größte Stadt. Mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten aus 2 Jahrtausenden ist sie Touristenmagnet. Innerhalb des Stadtgebiets liegt der Vatikan als Sitz des Papstes.
Der Hauptbahnhof Roma Termini ist einer der größten Bahnhöfe Europas und mit ungefähr 400.000 Reisenden täglich einer der am häufigsten benutzten Italiens. Ab dem Jahr 1938 wurde ein kompletter Neubau des Bahnhofs nach Plänen von Angiolo Mazzoni begonnen. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Arbeiten unterbrochen. Nach Mazzonis Plänen waren bis dahin die wuchtigen Lateralbauten im klassizierenden Stil des faschistischen Razionalismo fertiggestellt worden.

Roma Termini, 2017
Roma Termini, 2017

Das Hauptempfangsgebäude („Dinosauro“) wurde dagegen erst nach dem Krieg in völlig anderer architektonischer Konzeption errichtet (Architekten: Leo Calini, Massimo Castellazzi, Vasco Fadigati, Eugenio Montuori, Achille Pintonello, Annibale Vitellozzi, 1948–1951). Die Empfangshalle aus Stahlbeton im Stil des Neuen Bauens hat eine Länge von 128 m und Breite von 32 m.

Bahnhof Stresa

Bhf Stresa, 2011
Bhf Stresa, 2011, I. Knecht

Stresa, das römische Strixia, mit seinen heute 5.000 Einwohnern wurde im ausgehenden 18. Jahrhundert zu einem der bekanntesten Bade- und Erholungsorte in Europa.
Zuerst die Eröffnung der Simplon-Straße durch Napoleon, später der Bau der Eisenbahn mit der Anbindung über Domodossola nach West- und Mitteleuropa und zum Süden nach Mailand, Turin und Genua und heute durch die direkte Autobahnverbindung nach Mailand und Turin lassen die Besucherströme nicht abreißen.

Bahnhof Triest

Hbf Triest, 2021, J. Krabbe

Triest ist Hafenstadt im Nordosten Italiens direkt an der slowenischen Grenze. Die Stadt war lange Jahrhunderte bis 1918 habsburgisch-österreichisch. So wurde der Bahnhof auch von den Österreichern gebaut und 1857 als Endpunkt der Strecke Wien-Triest eröffnet. In den unklaren Nachkriegszeiten und der Nähe zum Ostblock verlor Triest die Direktverbindungen. Der Bahnhof besitzt seit 2018 wieder eine Direktverbindung nach Ljubljana.

Bahnhof Udine

Bhf Udine, 2021, Johannes Krabbe

Udine ist eine Stadt im Nordosten. Sie gehörte nach erfolgreichem Aufstand gegen die Österreicher und erfolgter Rückeroberung seit 1866 zum Königreich Italien. Über Udine verkehren die Züge von Venedig nach Triest.

Bahnhof Venedig

Bhf Venedig, 2011
Hbf Venedig, © 2011 Foto: R. Kasberg

Stadt im Nordosten Italiens an der adriatischen Küste. Sie ist die Hauptstadt der Region Venetien und der Provinz Venedig und trägt den Beinamen La Serenissima („Die Durchlauchtigste“).
Der Bahnhof Venezia Santa Lucia (italienisch Stazione di Venezia Santa Lucia) ist der Hauptbahnhof von Venedig. Er ist ein Kopfbahnhof und der einzige Bahnhof auf der Insel von Venedig. Seinen Namen hat er von der Santa-Lucia-Kirche, die ursprünglich an diesem Ort stand und für den Bau des Bahnhofs 1861 abgerissen wurde.

Bhf Venedig, 2014
Hbf Venedig, 2014, © R. Michel

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