Das Mutterland der Eisenbahnen hat zahlreiche alte grandiose Bahnhofsbauten zu bieten aus den Gründerjahren der Eisenbahn. Hier fuhr die erste Eisenbahn und von hier wurden die ersten Dampflokomotiven ins Ausland verkauft und dort natürlich gleich nachgebaut.
England, Wales und Schottland sind nun auch von den Entfernungen gut zu durchqueren, die zahlreichen Berge in Schottland bilden da ein kleines Hindernis. So war das Schienennetz schon zur Jahrhundertwende 1900 recht umfangreich.
Nach großen Zerstörungen der Strecken und Bahnhöfe im Zweiten Weltkrieg wurden die privaten Eisenbahngesellschaften 1948 zu British Railways verstaatlicht. Im Zuge der Privatisierungswelle der konservativen Regierung musste auch British Rail 1994-97 daran glauben. Der Erfolg blieb allerdings aus, sodass die technischen Anlagen seit 2002 wieder in einer Art gemeinnützigen Gesellschaft Network Rail zusammengefasst sind.
Seit November 2007 gibt es nun die direkte Eisenbahnverbindung zum Festland durch den Tunnel. Durch den Brexit wird das Fahren dann mit mehr Kontrolle vor sich gehen.

Brexit go!

Cambridge

Bhf Cambridge, 2011, © J. Krabbe

Der Ort war schon zur späten Bronzezeit (1000 v. Chr.) besiedelt. Dann folgten die Römer und heute ist er einer der berühmtesten Universitätsstädte Europas. Bemerkenswert an diesem Bahnhof ist wohl nur, dass hier eine erstaunlich hohe Anzahl an Fahrrädern angekettet ist.

London Kings-Cross

Bhf Kings Cross, 2011, © J. Krabbe

Der Bahnhof ist die Endstation der Eisenbahnlinien aus dem Nordosten Englands und dem Osten Schottlands. Hier verkehren Züge u.a. nach Cambridge, York, Durham, Newcastle und Edinburgh. Unterhalb des Bahnhofs befindet sich die weitläufige U-Bahn-Station King’s Cross St. Pancras.
Hier ist das berühmt gewordene Gleis 9 1/2 angesiedelt, Ausgangspunkt des Hogwarts-Express aus den Harry Potter-Büchern.

London-St. Pancras

St. Pancras, 2011, © J. Krabbe

Der Bahnhof befindet sich im Stadtbezirk London Borough of Camden, zwischen dem Neubau der British Library im Westen und dem Bahnhof King’s Cross im Osten.
Er gilt als architektonisches Meisterwerk des viktorianischen Zeitalters. Die Haupthalle, nach ihrem Erbauer William Henry Barlow auch Barlow Trainshed genannt, war zur Zeit ihrer Errichtung die größte aus einem einzigen Bogen bestehende Halle der Welt. Davor steht St Pancras Chambers, das frühere Midland Grand Hotel, eines der beeindruckendsten Beispiele der neugotischen Architektur, entworfen von George Gilbert Scott.
Seit 2007 fährt hier der Eurostar ab, die Verbindung durch den Kanal-Tunnel nach Paris.

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