Als Stammland der Preußen in die Geschichte eingegangen, ist das heutige Bundesland immerhin noch 29.479 qkm groß und damit das fünftgrößte Bundesland. 1871, zur Gründung des deutschen Reichs, waren es rund 40 000 qkm.
Neuerdings kann man vom Reiseland Brandenburg reden mit vielen schönen Regionen. Die Prignitz und Uckermark bieten viele schöne Seen und Potsdam zeigt das Weltkulturerbe zur preußisch-deutschen Geschichte. Und natürlich gibt es viele Bahnhöfe…

Bad Saarow

Bhf Bad Saarow, 2019

Bad Saarow liegt im Landkreis Oder-Spree am Scharmützelsee. Bekannt ist der Kurort für seine heilende Thermalquelle und als Moorbad.
Der Bahnhof ist 1911 im Heimatstil nach Plänen von Ernst Kopp erbaut worden. 2003 wurde die gesamte Anlage restauriert. Die Bahnhofanlage wurde zuvor von der Gemeinde gekauft. Das Hauptgebäude dient heute als Trauzimmer des Standesamts. Vor dem Bahnhof steht ein Brunnen aus Bronze. Er trägt den Titel „Lebensfreude“

Beelitz

Bhf Beelitz, 2011

Beelitz, eine Stadt im Bundesland Brandenburg, Landkreis Potsdam-Mittelmark, nennt sich Spargelstadt. Hier kann man im Frühjahr leckeren Spargel kaufen und essen. Weit davon entfernt eine prosperierende Stadt zu sein, hält in diesem Bahnhof nur noch eine Privatbahn. Berühmter und besser angebunden sind dagegen die Beelitzer Heilstätten, eine mittlerweile weitgehend leerstehende Lungenheilanstalt, gebaut 1900-1930.

Bad Wilsnack

Bhf Bad Wilsnack, 2018 © Foto: Ulrike Altekruse

Der in Standardbauweise errichtete Bahnhof ist seit kurzem schön bemalt worden. Hier können Reisende in gemütlich eingerichteten Zimmern übernachten. Die Pension richtet sich wohl an Fahrrad-Touristen, die die schöne Umgebung der Prignitz und der Elbe nutzen. Hier im Bahnhof befindet sich auch die Stadtinformation.
Wilsnack war im Mittelalter einer der fünf bekanntesten katholischen Wallfahrtsorte. Seit 1929 ist die Stadt Kurbad für Rheumatologie und Orthopädie.

Brandenburg

Hbf Brandenburg, 2015

1170 wurde diese als Stadt urkundlich erwähnt, früher als das benachbarte Berlin. Die Stadt war früh Bischofssitz. Wie man nun weiß hat sie seitdem an Bedeutung verloren. Zu DDR-Zeiten gab es hier immerhin das größte Stahlwerk Europas, dazu gehörte auch ein großer Güterbahnhof. Der Hauptbahnhof war Halt einiger Intercityzüge. Nach der Wende begann der Niedergang der Stadt mit Schließung des Stahlwerks. Heute präsentiert sich die Stadt aber wieder im restaurierten Licht. Es gibt schöne alte Kirchen und eine erhaltene Stadtmauer. Der Hauptbahnhof wurde vor kurzer Zeit schön restauriert. Es gibt ein Geschäft im Bahnhof, doch schließen sie zeitig.

Cottbus

Cottbus, 2009

Der Bahnhof Cottbus ging am 13. September 1866 mit der Eröffnung der Bahnstrecke aus Berlin in Betrieb. 1870 wurde das Empfangsgebäude eingeweiht, damals noch ein Inselbahnhof.
1945 wurden das Empfangsgebäude und weitere Teile des Bahnhofes bei einem Luftangriff zerstört. Nach dem Krieg mussten deswegen anstelle der zerstörten Gebäude Baracken für die Reisendenabfertigung gebaut werden. Dieses Provisorium hielt sich eine lange Zeit. Da Cottbus insbesondere wegen des umfangreichen Güterverkehrs mit Braunkohle in der Region ein wichtiger Eisenbahnknoten war, wurde ab 1970 der neue Bahnhof in Angriff genommen und nach vierjähriger Bauzeit am 5. Oktober 1978 schließlich das neue Empfangsgebäude in Betrieb genommen.
Aus Anlass der Bundesgartenschau wurde 1995 das Empfangsgebäude umfassend saniert und ausgebaut.

Eberswalde

Eberswalde, 2009

Kreisstadt des Landkreise Barnim zählt die Stadt 42.529 Einwohner Stand 2008). 1842 Eröffnung der Bahnlinie Berlin-Eberswalde-Stettin.
Eberswalder Würstchen waren zu Ostzeiten weithin bekannt. Von den damals rund 3000 Mitarbeitern sind heute, nach einigen Turbulenzen und Insolvenzen, noch rund 300 beschäftigt.
1965: Es war dasselbe Gebäude, aber damals gab es noch andere Taxen…

Eberswalde, 1965, © Foto: Kampmann

Eisenhüttenstadt

Eisenhüttenstadt, 2017, © Foto: Björn Reissmann

Eisenhüttenstadt befindet sich an der Oder im äußersten Norden der Niederlausitz und wurde in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts von der DDR als erste sozialistische Wohnstadt rund um das Eisenhüttenkombinat Ost (EKO) geplant und gebaut. Die frühere Stadt Fürstenberg/Oder wurde mit der neuen Stadt zusammengelegt und zählte 1988 als Höchststand 53.000 Einwohner.
Nach der Wiedervereinigung sank die Einwohnerzahl aufgrund des Verkaufs und der Rationalisierung des Eisenwerks auf ca. die Hälfte der Einwohner. Das Eisenwerk gehört heute zu Arcor Mittal.
Der Bahnhof stammt wohl noch aus älteren Zeiten.

Falkenberg/Elster

Nach Fertigstellung der beiden anderen Hauptbahnstrecken wurde ein großes Empfangsgebäude im Winkel zwischen der Ost-West- und der Nord-Süd-Strecke gebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude teils zerstört. In den 1970er Jahren entstand südlich davon ein Neubau für eine Mitropa-Gaststätte. Nach 1990 wurde das Gaststättengebäude geschlossen, nach 2000 vorübergehend teilweise von einem Kiosk genutzt und 2010 grundlegend umgebaut. 2011 wurde das erneuerte Gebäude eingeweiht, in dem sich wieder eine Gaststätte und eine Fahrkartenverkaufsstelle befinden. Das moderne Bauwerk ist eine gelungene Schöpfung aus Holz und Beton. Die große Aufgangsrampe lädt besonders ein.

Frankfurt/Oder

Hbf Frankfurt, © 2017: Björn Reissmann

Dies ist die Stadt am östlichsten Rand der Republik. Seit 1991 gibt es hier die deutsch-polnische Universität Viadrina. Der Bahnhof heißt Burger King, oder? irgendwie fatal finde ich.

Lübbenau

Bhf Lübbenau, 2018

Neben Lübben der Hauptausflugsort im Spreewald. Der Bahnhof liegt am Rande der Stadt. Der Hafen der Kahnfahrten ist aber gut zu Fuß zu erreichen. Hier kann man auch Paddelboote mieten und gut essen.

Neuruppin Rheinsberger Tor

Neuruppin, 2017

Hier heißt der Bahnhof Rheinsberger Tor, was leicht verwirrend ist. Dies ist seit 1999 sozusagen der Hauptbahnhof. Der alte Bahnhof wurde verkauft und ist heute das Soziale zentrum Bahnhofstraße im Westen der Innenstadt. Dies Ensemble Rheinsberger Tor steht unter Denkmalschutz.

Oranienburg

Bhf Oranienburg, 2009, Foto:Björn Reissmann

1232 erhielt „Bochzowe“ das Stadtrecht. 1652 wurde in der Domäne Bötzow ein Schloss mit Namen Oranienburg für Louise Henriette von Oranien, der Frau des Kurfürsten, errichtet. Danach wurde in kurzer Zeit aus Bochzowe die Stadt Oranienburg.
Am 10. Juli 1877 wurde Oranienburg Bahnstation der neu eröffneten Nordbahnlinie Berlin – Stralsund. Oranienburg verfügt heute über einen Bahnhof der Bahnhofskategorie 3 an der Hauptstrecke Berlin-Stralsund/Rostock, an dem stündlich ein Regionalzug verkehrt.

Potsdam

Potsdam ist die Landeshauptstadt von Brandenburg und hat in den 90er Jahren einen neuen Bahnhof mit Einkaufszentrum gebaut. Zentral halbwegs am Rande Der Innnenstadt gelegen, wurde hier ein komplett neues Gebäude errichtet als Einkaufszentrum mit Bahnanschluß.
Hier sehen sie den Eingang zum Bahnhof mit dem einzig erhaltenen Wasserturm und dem Busbahnhof.

Wandlitzsee

Wandlitzsee, 2009

Ein Ausflugsziel für Berliner ist sicher der Wandlitzsee. Aufgrund der rasanten Entwicklung von Wandlitz zum Kurort um 1900 lohnte sich der Bau des Bahnhofs. Er wurde direkt gegenüber dem 1923 eröffneten Strandbad Wandlitzsee von 1923 bis 1927 errichtet. Der Klinkerbau mit den Pergolen und den symmetrisch angeordneten Nebengebäuden ist heute ein bedeutendes Denkmal im Baustil der Neuen Sachlichkeit. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten 1997/98 erfolgte nun ein weiterer denkmalgerechter Umbau durch die NEB. Vorbei sind die Zeiten, an denen der Bahnsteig über einen seitlich gelegenen Abgang verlassen werden musste.
Zitiert aus: connex-gruppe.de

Zum Ende noch ein paar weitere Bahnhofsgebäude mit W:

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